Strasse + Schiene
Luftfahrt
Schifffahrt

Straßenmeistereien

schneebedeckte Autobahn (www.fotolia.com Jari Aherma)

Um Straßen und Autobahnen in Ordnung zu halten, haben die Beschäftigten der Straßenmeistereien ein umfangreiches Pflichtenheft: Sie beheben Fahrbahnschäden, reparieren Schutzplanken, versehen den Winterdienst, beschneiden Bäume und mähen das Gras an den Fahrbahnen. Ihr Job ist gefährlich, nicht selten kommt es zu Arbeitsunfällen – meist verschuldet durch andere Verkehrsteilnehmer/-innen. Wer soll künftig das für Wirtschaft und Lebensqualität so wichtige Straßennetz pflegen? Niedersachsen und Thüringen haben bereits schlechte Erfahrungen mit privaten Dienstleistern in der Straßenwartung gemacht.

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Kraftfahrtbundesamt

Radarmessgerät (www.fotolia.com Klaus Eppele)

Die „Punkte in Flensburg“ sind nahezu allen Bürger/-innen ein Begriff. Die zentrale Verkehrssünderkartei ist aber nur eine von vielen Aufgaben, die das Kraftfahrtbundesamt übernimmt, um für Sicherheit auf den Straßen zu sorgen. Das Amt genehmigt neue Fahrzeugtypen, überprüft die Arbeit der Kraftfahrzeug-Prüfstellen (z. B. TÜV), führt ein Register sämtlicher in Deutschland ausgestellter Fahrerlaubnisse und speichert die Daten der Kontrollgeräte, welche die Lenk- und Ruhezeiten von LKW-Fahrer/-innen erfassen – zum Schutz aller Verkehrsteilnehmer/-innen.

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Nahverkehr

Sitzplätze an einer U-Bahnhaltestelle (www.photocase.com mathias the dread)

80 Prozent der Deutschen wohnen in Städten oder Ballungsräumen, die ohne öffentlichen Personennahverkehr undenkbar wären – Lärm, Abgase und Stau würden ins Unerträgliche steigen. Auch in den ländlichen Regionen gehört der Nahverkehr zum Alltag, denn nicht jede/-r kann oder will mit dem Auto unterwegs sein. Außerdem schonen Bus und Bahn das Klima ebenso wie den privaten Geldbeutel. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen auf den Nahverkehr umsteigen.

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Bahn

Zwei sich aufzweigende Bahngleise( www.photocase.com user: jlokij)

Die Bahn verbindet die Regionen miteinander, sie ist das Rückgrat des öffentlichen Verkehrs. Für den Schienenpersonennahverkehr sind die Bundesländer verantwortlich. Sie bestellen Verkehrsleistungen bei den Eisenbahngesellschaften und geben auch die Qualität (Takt, Fahrzeuge, Sauberkeit) der Verbindungen vor. Leider hat die Bundesregierung ihre Zuschüsse für den Regionalverkehr derart gekürzt, dass vielerorts Zugverbindungen eingestellt und Verbindungen ausgedünnt wurden. Mit nachteiligen Folgen für Umwelt und Lebensqualität: Wo kein Zug mehr fährt, steigen die Menschen wieder in ihre Autos oder ziehen weg.

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Bundesamt für Güterverkehr

Lkw auf Autobahn (PLATOON)

Wer Güter über die deutschen Autobahnen transportiert, muss sein Fahrzeug in einem einwandfreien Zustand halten, Lenk- und Ruhezeiten beachten und die Lkw-Maut bezahlen. Dies überwachen die Beschäftigten des Bundesamts für Güterverkehr. Sie sind bei ihrer Arbeit nicht nur dem Verkehr und den Abgasen ausgesetzt, sondern hier und da auch ungehaltenen Truckern. Die Maut- und Straßenkontrolleur/-innen tragen keine Waffen, vielmehr verlassen sie sich bei Auseinandersetzungen auf ihre sozialen und psychologischen Fähigkeiten – und auf die gute Zusammenarbeit mit Polizei, Zoll und Gewerbeaufsicht.

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Wasserstraßen

Wasserstraße mit Boot (www.photocase.com user: Fritz)

Rund 6.500 Kilometer Binnenwasserstraßen führen durch Deutschland. Sie dienen als Erholungsgebiete, Staugewässer und Verkehrswege. Massentransportgüter wie Baumaterialien, Stahl, Schrott und Öl lassen sich per Schiff wirtschaftlich und umweltfreundlich bewegen. Wasserbauern sichern die Ufer, unterhalten Schleusen, messen die Tiefen der Schifffahrtsrinnen und stellen Verkehrszeichen auf. Wo diese Aufgaben bislang an Privatunternehmen vergeben wurden, hat die Qualität gelitten. Um die Sicherheit auf dem Wasser zu gewährleisten, muss das Know-how im öffentlichen Dienst erhalten bleiben.

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Küstenschutz

Damm (www.photocase.com BJOERN)

Wem die Sturmflut von 1962 oder das Elbe- und Oderhochwasser ein Begriff ist, weiß, wie wichtig intakte Deiche sind. Die etwa 300 Beschäftigten des Küstenschutzes arbeiten meist in handwerklichen Berufen, als Wasserbauwerker/-innen, Seeleute oder Bagger- und Maschinenführer/-innen. Trotz des Klimawandels und der damit verbundenen Hochwasserprognosen wurden in den letzten 15 Jahren allein beim schleswig-holsteinischen Küstenschutz etwa 400 Stellen abgebaut. Personalkürzungen beim Küstenschutz gefährden das Leben von vielen tausend Menschen.

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Luftfahrt-Bundesamt

Flugzeug im Steigflug (www.photocase.com christian)

Die Menschen kennen das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) meist als Instanz für Fluggastbeschwerden. Dabei sorgt es vor allem für Sicherheit über den Wolken, indem es etwa die Pilot/-innenausbildung überwacht, Zulassungsvorschriften für Flugzeuge erlässt oder Fluggenehmigungen (nicht) erteilt. Diese Arbeit erfordert hohe fachliche Qualifikationen und Fremdsprachenkenntnisse. Da an den Gehältern im öffentlichen Dienst gespart wird, hat das LBA Schwierigkeiten, geeignete Mitarbeiter/-innen zu finden. Ohne diese kann es seine Aufgaben aber nicht erfüllen – Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif.

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Kfz-Zulassung

Kfz-Kennzeichen (www.fotolia.com grisei)

Rund zwei Drittel der Bundesbürger/-innen haben es schon: das Wunschkennzeichen am eigenen Auto. Besonders beliebt auf den Nummernschildern sind Initialen, Geburtsdaten oder Schnapszahlen. Diese Kennzeichen zu vergeben, ist aber nur eine von vielen Aufgaben der Kfz-Zulassungsstellen. Sie sind auch für An- und Abmeldungen, Änderungen der Halterdaten in den Fahrzeugpapieren oder die Vergabe von Feinstaubplaketten zuständig. Viele Kommunen haben die Zulassungsstellen den Bürgerämtern zugeordnet, dadurch können sie zusammen mit weiteren Dienstleistungen (etwa des Meldewesens) in Anspruch genommen werden.

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