Stadtwerke

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DISKUSSION

Stadtwerke

Das Stromgeschäft ist ein lukratives Geschäft in Deutschland – allerdings nicht für die Angestellten der Stadtwerke und der kommunalen Versorgungsbetriebe. Was halten Sie davon?
2 Kommentare Kommentar verfassen

Die Politiker und die großen Bosse stopfen sich die Taschen mit Geld voll und wir müssen ihnen auch noch dabei zuschauen!!
Ich bin seit kurzem Vater geworden und muss mitlerweile jeden cent umdrehen das ich über die Runden komme weil alles Teurer wird.
Ich will in Zukunft meiner Familie auch was Bieten können und nicht um meinen Job angst haben weil irgend einer da oben meint das er zu wenig Verdient!!

Holger Hertlein

In unserem Betrieb in Dortmund ist die Belegschaft in 13 Jahren bereits um 25% geschrumpft, die Arbeitsverdichtung und Umorganisationen führten zu größeren Belastungen in der ganzen Belegschaft. Bewährte Strukturen wurden oft zerstört und die Folgen sind ein schlechteres Betriebsklima, steigende Krankenstände, Unfrieden und "innere Kündigung" bis manchmal "Burn Out". Besonders die Liberalisierung des Strommarktes führte zu eigentlich unsinnigen Umorganisationen, die für unsere Kunden und den Service negativ waren. Es wird das ehemalige Marketing-Ziel "One face to the customer" ad absurdum geführt, da für Anschlüsse und Verträge verschiedene Kollegen zuständig sein müssen durch das Legal Unbundling der EU. Die anstehende weitere Absenkung der Netzentgelte wird zu geringeren Investitionen in diesem Bereich führen, was eine Verschlechterung der Versorgungssicherheit nach sich zieht. Es sind weniger Ausbaureserven vorhanden für Neukunden und die Kunden haben dadurch höhere Anschlusskosten zu tragen. Auf der anderen Seite sinken unsere Erträge weiter, was zu weiterem Stellenabbau und schlechterer Bezahlung führen wird. Das motiviert jedoch keine Mitarbeiter, wodurch der Service wiederum schlechter wird. Eine tolle Entwicklungsspirale...
Die Entwicklung der Einkommen besonders bei kleineren Versorgern hinkt bereits seit 10 Jahren hinter den Preissteigerungen besonders nach der Euroeinführung hinterher. Lasst uns unseren Unmut öffentlich äußern durch massive Streiks für mehr Lohn!

Thomas Lau

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